Die Sieger der eTourEurope stehen fest: 

Unter fünf teilnehmenden Nationen hatte schließlich Thorsten Elixmann aus Deutschland in seinem Peugeot 106 in der Kategorie C2 (Fahrzeuge mit Reichweite unter 250 km) nach dem Start Event in München die Nase vorn. Als schnellstes Team von insgesamt 6 Tour-Teilnehmern in seiner Kategorie absolvierte er die 4.000 km lange Strecke mit einer Reisezeit von 65 Stunden und 35 Minuten und erhöhte die Durchschnittsgeschwindigkeit vom Vorjahr um 5,6 km/h auf nun 54,5 km/h. Eindrucksvoll hat er damit die Leistungsfähigkeit seines 17 Jahre alten eAutos unter Beweis gestellt und gezeigt, dass die Technik einer frühen Generation von eAutos bis heute wettbewerbsfähig ist.

Zugang zur Ladeinfrastruktur und Ladeleistung des Elektroautos entscheiden

„Wissen, wie man an den Strom rankommt. Und eine hohe Ladeleistung des Elektroautos!“ So lautet das Fazit des routinierten Elektroauto-Fahrers. Dieses Motto brachte ihm den entscheidenden Vorsprung ein. Nach dem Start sammelte er während der gesamten Tour reihenweise Tagessiege und baute damit den Vorsprung in der Gesamtwertung beständig aus. Bei einer Reichweite von unter 250 km war es in dieser Fahrzeugkategorie – zu der auch Serienfahrzeuge wie der Renault ZOE, der VW e-Golf, der BMW i3 und der Nissan e-NV200 gehören – erforderlich, notwendige Ladezeiten sowohl durch einen netzseitig verfügbaren und funktionierenden Zugang zur Infrastruktur als auch durch eine hohe Ladeleistung des Autos zu verkürzen.

Kopf-an-Kopf Rennen der Teslas in der offenen Kategorie

Das spanische Team Chargelocator im Tesla Model S ging als Gewinner der Kategorie CO (Open Category) hervor. Bis zur letzten Etappe lieferten sich das Chargelocator Team ein Kopf-an-Kopf Rennen mit dem niederländischen Vorjahressieger Team Mulder, die ebenfalls mit einem Tesla Model S unterwegs waren. Die Spanier konnten den Wettbewerb nach 4.000 km mit 19 Minuten Vorsprung für sich entscheiden. Im Ziel erreichte das Chargelocator Team eine Gesamt-Reisezeit von 53 Stunden und 39 Minuten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit wurde um 7,1 km/h auf 73,8 km/h erhöht. Die Preise für die Sieger und Platzierten wurden von der Landeshauptstadt als Start- und Ziel-Ort unterstützt.
Rafael de Mestre umrundete bereits 2012 rein elektrisch die Welt und wird nächstes Jahr wieder aufbrechen. Sein Ziel ist diesmal, weniger als 80 Tage dafür zu benötigen.

Werner Hillebrand-Hansen, Organisator der Rallye, erklärt:

„Good News für alle eAuto-Fahrer: Wenn das Gesamtsystem stimmt – sprich erstens: dass der Fahrer mit seinem eAuto in den Genuss einer Infrastruktur kommt, die leistungsfähiges Laden ermöglicht und dazu zweitens ein einheitlicher Zugang zum Strom gegeben ist – wird die Akzeptanz der Verbraucher für die eMOBILität noch schneller steigen. Der Zugang hat sich seit der ersten eTourEurope 2014 deutlich verbessert. In den Komfort eines einheitlichen Zugangs kommen eFahrer bereits in 5 der 10 durchfahrenen Länder. Entscheidend ist jetzt die notwendige Vereinheitlichung – etwa über eine Ladekarte – zeitnah in der ganzen EU tatsächlich abzuschließen.“ Wichtig ist weiterhin, dass nach dem Vorbild der Niederlande, Belgiens, der Schweiz und Österreichs Schnelladestationen in ganz Europa in ausreichendem Maß und direkt an den Autobahnen errichtet werden.

754 Teilnehmer bei „1000 EVs in motion!“ ElektroMOBILität Community

Vor allem die Aktion „1000 EVs in motion!“ bewertet Werner Hillebrand-Hansen positiv. Insgesamt nahmen 754 begeisterte Teilnehmer daran teil mit einem sehr gelungen Start in München für die eMOBILität. In Linz wurde sogar zusammen mit dem Renault ZOE Treffen ein neuer Guinness Weltrekord mit 205 eAutos aufgestellt. Dass die Zahl von 1000 EVs im Rahmen der Rallye nicht ganz erreicht werden konnte, sieht er sportlich: „Mit Blick auf die Zukunft und steigender Bekanntheit der eTour bin ich zuversichtlich, diese Grenze beim nächsten Mal überschreiten zu können. Entscheidend ist der positive Geist, der uns zum Thema eMOBILität bei allen Events begegnete: Überall in Europa wurden wir mit den eFahrzeugen von den Bürgern, Kommunen und politischen Vertretern mit offenen Armen empfangen.“

Fazit zu Europas härtester Elektroauto Rallye

Die eTourEurope steht als Bewegung für grenzüberschreitende eMOBILität. Mit einem Plus von 4.200 Kilometer auf dem Tacho sind alle Fahrzeuge am 17. Mai 2015 wieder wohlbehalten in Schwabing eingetroffen. Dies ist ein eindrücklicher und realer Beweis für die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Fahrzeuge.
Distanzen in der eMOBILilität zu überwinden und gleichzeitig für ein „Mehr an eMOBILität“ in der EU zu werben: Diese Ziele setzt sich die eTourEurope auch für 2016.

Ausblick

Im nächsten Jahr wird die eTourEurope vom 29. April bis zum 8. Mai wieder den Kontinent elektrisieren. Wer sein Fahrzeug, sich selbst als Tourteilnehmer und den Teamgeist der eFahrer in der ganzen EU bei einem der Events miterleben möchte, sollte sich den Termin jetzt schon vormerken.
15 Teams und 1000 EVs in motion! Diese Maßzahlen sind das neue Ziel.
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